Raspberry Pi als Webserver

Raspberry Pi Logo

 

Man mag es kaum glauben, so sieht der winzige Webserver aus. Im Bild ist der voll funktionsfähige Backup Server zu sehen.

Auf der Suche nach einem stromsparenden und lautlosen PC für meine Homepage bin ich auf den Raspberry Pi gestoßen. Es handelt sich um das Raspberry Pi B+ Modell und ist mit 92 x 62 x 25 mm nicht größer als eine Zigarettenschachtel.

Raspberry Pi als Webserver

Es ist ein Einplatinencomputer mit einer 700 MHz ARM11 CPU und 512 MB Arbeitsspeicher. Als Bootmedium kommt eine SanDisk microSDHC zum Einsatz.

Raspberry Pi als Webserver

Ja richtig, 700 MHz , da hat selbst mein Smartphone mehr Power unter der Haube. Das spielt aber keine große Rolle, da sich ein Webserver bei einer so kleinen Homepage meist langweilt. Einige Optimierungen waren aber notwendig, z.B. wurde er auf 950 MHz übertaktet und der Prozessor bekam einen Kühlkörper. Auch musste der Cache optimiert werden, damit der Seitenaufbau beschleunigt wird. Der Flaschenhals ist somit nicht mehr der Raspberry Pi, sondern der DSL Anschluss.

Ergänzung vom 14.01.2015

Nach Aktivierung des Apache Modules 'mod_security' hat sich der Seitenaufbau erheblich verlängert. Da kommt der Raspberry Pi dann doch an seine Grenzen. Aus Sicherheitsgründen lasse ich aber dieses Modul aktiv, trotz der schlechteren Performance.

ModSecurity ist eine Application-Firewall. Diese funktioniert entgegen üblichen Paketfiltern / Stateful Inspection Firewalls nicht auf Netzwerkebene, sondern auf Anwendungsebene.

Ergänzung vom 03.02.2015

Gestern wurde ein neues Raspberry Pi Model vorgestellt. Gleicher Preis und Äußeres, aber mit einer ARM Cortex-A7 CPU. Diese besitzt nun vier Kerne mit jeweils 900 MHz. Außerdem wurde der Arbeitsspeicher von 512 MB auf 1 GB erhöht.

Ich habe zwei Raspberry Pi 2 bestellt und freue mich schon darauf .

Wenn alles klappt, zieht der Webserver dann auf den neuen Raspberry. Mal schauen inwieweit sich die Performance verbessert.

Ergänzung vom 06.02.2015

Meine bestellten Raspberrys Version 2 sind nun angekommen und der Webserver ist auch schon auf einen davon umgezogen. Die Performance hat sich gegenüber der alten 1 Kern Version deutlich verbessert!

Wer einen kleinen Webserver bzw. Owncloud auf einem Raspberry betreiben möchte, der ist mit der neuen Version eindeutig besser bedient.

Leider war es nicht möglich, dass Image vom alten Server zu verwenden, da der Raspberry 2 damit nicht startet. Durch die veränderte Prozessorarchitektur war das auch zu erwarten.
Damit geschah der Umzug nicht so einfach wie gedacht, da der Server komplett neu installiert und konfiguriert werden musste. Eine aktuelle Version für den neuen Raspberry 2 kann man hier herunterladen.

Ich bin mit dem neuen Raspberry 2 sehr zufrieden, er ist bedeutend schneller und hat durch den nun größeren Arbeitspeicher von 1 GB auch mehr Reserven.